Gliederzug
Gliederzug
Als Gliederzug bezeichnet man einen LKW, der aus einem Motorwagen und einem mitgeführten Anhänger besteht. Beide Einheiten sind eigenständige Ladegefäße, wodurch sich der Gliederzug von einem Sattelzug unterscheidet, bei dem die Last teilweise auf der Sattelplatte des ziehenden Fahrzeugs ruht.
Gliederzüge bieten eine höhere Flexibilität beim Wechsel von Ladungsträgern, da Anhänger unabhängig vom Motorwagen beladen oder ausgetauscht werden können. In der Distributionslogistik kommen sie häufig zum Einsatz, da sie sich besser für Lieferungen mit wechselnden Be- und Entladestellen eignen.
Ein Nachteil gegenüber Sattelzügen ist der größere Wendekreis und die aufwendigere Handhabung beim Rangieren, was besonders in engen Stadtgebieten eine Herausforderung darstellt.
Im Bereich moderner Fahrzeugtechnik in der Logistik kommen zunehmend spezialisierte Kopplungssysteme zum Einsatz. So ermöglichen innovative Deichsel- und Lafettenverbindungen eine flexible Verbindung zwischen Motorwagen und Anhänger und eröffnen vielseitige Durchladeoptionen. Insbesondere wird die Möglichkeit genutzt, die Frontwand des Anhängers zu öffnen, um über eine Überladebrücke eine direkte Beladung und Entladung zu realisieren. Dadurch wird die Ladeeinheit signifikant optimiert, Umschlagzeiten werden reduziert und die Transporteffizienz gesteigert[1].
Die Integration solcher Verbindungssysteme ermöglicht zudem eine flexiblere Fahrzeuggestaltung, sodass sich der Fahrzeugverbund leichter an unterschiedliche Transportanforderungen anpassen lässt. Überladeoptionen, bei denen die zu öffnenden Frontwände der Anhänger in Kombination mit Überladebrücken am Motorwagen eingesetzt werden, tragen zur Optimierung der Durchladevorgänge in urbanen Verteilzentren bei[2].